Jahresbericht 2011

vorgetragen zur Jahreshauptversammlung am 26. Januar 2012

Guten Tag liebe Gäste und Chormitglieder.
Ja, hier stehe ich nun schon wieder
um zu berichten – gedichtet - doch wahr,
über die Geschehnisse im vergangenen Jahr.

Wir alle wussten und planten es ein,
das wird ein harter Jahresbeginn sein.
Statt im November ein Konzert zu bringen,
wollten wir diesmal in der Fastenzeit singen.

Da blieb nicht viel Zeit, da mussten wir ran,
es war schön und schwierig – so dann und wann.
Doch wir haben uns tapfer durchgebissen
und dann ist auch der Knoten gerissen,
es ging voran, und wir probten erfreut
den Psalm zweiundvierzig:
  „Wie der Hirsch schreit...“

Der Projektchor hat uns im Konzert unterstützt.
Und hat dem Gesamtwerk ganz sicher genützt.
Gabriel Fauré’s Requiem – anrührend gesungen,
Mendelssohn-Bartholdy – auch gut gelungen,
Solisten, Orchester, Projekt- und Remigius-Chor
hob die Presse im Anschluss lobend hervor.

Der Chor gestaltete wie üblich das Osterfest mit,
am Samstag zur Auferstehungsmesse waren alle fit,
und am Montag in St. Michael zum Abschluss der Feste
gaben auch alle wieder das Beste.

Es folgte Fronleichnam und im Anschluss daran
die Primiz von Herrn Liesen, dem neuen Kaplan.
Wir hatten schon alle den Urlaub im Sinn
denn Ende Juli war Ferienbeginn, ----
als wir eine Nachricht voll Trauer empfangen:
Herr Klemmer war für immer von uns gegangen.
Wir haben ihn auf seinem letzten Weg begleitet
und ihm in unseren Herzen einen Platz bereitet.

Nach dem verregneten Sommer  – Ende August
gings wieder zur Probe, gestärkt und mit Lust.
Patrozinien in Michael und Remigius standen an
und Dekanatssingen in Leverkusen lt. Jahres-Plan.
„Beeindruckende Kulisse, opulenter Gesang.
ein erhebener Anblick, wunderbarer Klang“..
so habe ich es in der Presse gelesen –
und dann ist es sicher auch so gewesen!

Am 15.Oktober – morgens um acht -
haben wir uns per Bus auf den Weg germacht.
In Maastricht, in Holland – die Fahrt war nicht weit,
standen die Standtführer schon bereit.
Die Altstadt ist wirklich wunderschön
und wir haben eine ganze Menge geseh’n.
Im Grand Café D’n Ingel haben wir fürstlich getafelt
und dabei laut und vernehmlich „geschwafelt“.
Im Anschluss daran gab’s die Möglichkeiten:
Bootsfahrt auf der Maas, weiter durch die Altstadt schreiten,
oder man hat allen Mut zusammengenommen
und ist – mit Führer und Lampe – durch die Grotte geklommen.

Fest steht, als der Bus Richtung Opladen fuhr
waren alle begeistert von dieser Tour.
Das Wetter war super, die Stadt hatte Flair.
Wir waren beeindruckt. Was wollten wir mehr.
Und dem Ehepaar Nau, die sich das ausgedacht
und sich so viel Arbeit und Mühe gemacht,
wollen wir jetzt noch einmal DANKESCHÖN sagen
und sie gleich nach dem nächsten Ausflugsziel fragen.

Der Nikolaus kam diesmal etwas zu früh –
am 1. Dezember – das tat er noch nie.
Der Grund waren zwei Damen, die schon lange singen
und denen wollte der Nikolaus
  die Ehrungen bringen.
Seit fünfzig Jahren schon trifft sie jeden Ton:
Karola Calaminus singt Sopran, auch den ganz hohen!
und Gertrud Leopold hilft Ihr nun seit 40 Jahren
diese große Verantwortung mitzutragen.

Wenn dann die Adventszeit steht ins Haus
suchen wir die schönsten Lieder heraus,
gehen im Krankenhaus von Station zu Station,
singen mit Freude – in leiserem Ton
und hoffen, wir können dort Freude verbreiten
in für manchen Kranken sehr schweren Zeiten.

Eine neue Messe für Weihnachten musste her.
„Die Pastoralmesse von Ryba ist überhaupt nicht schwer.
Die könnt Ihr doch fast vom Blatt absingen,
Ihr werdet sehen, Ihr werdet’s mit Leichtigkeit bringen.“
Das war die Ansage Andrea Filippini’s
doch leider sind wir alle keine Genies.

Die Noten klangen uns melodisch in den Ohren.
Doch Andrea hatte sich darauf eingeschworen...
„Jeder Ton hat zu sitzen, in Rhythmus und Klang
in Farbe, Nuancierung, ob kurz oder lang.
Das müssst Ihr doch schaffen, die Messe ist leicht.“
So ganz hat sein Ziel er wohl nicht erreicht?!
Den Gläubigen hat es zum Glück gefallen.
Wir ließen unsere Stimmen zwei mal erschallen,
in Remigius und in St. Michael.
So verging das Weihnachtsfest – viel zu schnell.

Als letzte Station auf dem Jahresplan
schloss sich die Messe im Altenheim an.
Das Jahr ist vorbei – der Chor ist noch da.
Wir retten uns rüber ins nächste Jahr .
Vielleicht werden wir ja noch ein Wunder erleben -
und bekommen Nachwuchs:
  junge Stimmen eben.
Bekanntlich stirbt ja die Hoffnung zuletzt.
Nun schaut wieder fröhlich – ich schließe jetzt.

Angela Wied - Schriftführerin